MESSE FRANKFURT | 20 / 2016

20-mal Messekommunikation mit Mehrwert

Outlook geht zum Jubiläum auf den Prüfstand. Ein Interview.

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Iris Jeglitza-Moshage, Chief of Communications und Mitglied der Geschäftsleitung Messe Frankfurt, Foto: Messe Frankfurt

Frau Jeglitza-Moshage, Sie sind Chief of Communications und Mitglied der Geschäftsleitung der Messe Frankfurt. 2004 haben Sie als Fachleiterin Marketingkommunikation für die technischen Messen das Projekt „Outlook – Building Perspectives“ federführend aus der Taufe gehoben. Wie kam es dazu, dass die Messe Frankfurt ein Fachmagazin für Architektur ins Leben rief?

Lassen Sie mich einen kurzen Rückblick dazu geben: 2004 fand die Light + Building zum dritten Mal statt. Die Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik hat sich in den Anfangsjahren rasant entwickelt. Parallel dazu haben wir einen Weg gesucht, um Architekten und Planer noch besser anzusprechen, über die Branchentrends zu informieren und ihnen unser Angebot und den Wert eines Messebesuchs zu vermitteln. Klassische Kommunikationsmaßnahmen stoßen hier oft an ihre Grenzen – vor allem bei einer inhomogenen Leserschaft. Werbung schien uns nicht als das geeignete Mittel, es sollte um Inhalte gehen. Es war und ist uns besonders wichtig, Architekten und Planer gleichermaßen anzusprechen. Sie arbeiten eng und auf Augenhöhe zusammen. Die gestalterischen Freiheiten des Architekten und die technischen Möglichkeiten des Planers sind innerhalb des Arbeitsprozesses eng vernetzt. Diese Verbindung spiegelt das Outlook-Magazin wider, mit perfekt zugeschnittenen Themen für Architekten und Planer, die ihnen einen interessanten Mehrwert bieten. Für uns war das ein ganz neuer Weg, eine eigene Marke mit einheitlichem Look für eine Besuchergruppe zu schaffen. Dieser Schritt war und ist richtig, weil wir Geschichten erzählen, Architekten und Planer zu Wort kommen lassen und Best Practice-Beispiele vorstellen möchten – ganz ohne Werbung. Wir informieren hier zwar auch über unsere Messen, aber in einer sehr sachlichen Art und Weise.

Das klingt nach „Content is king“, dem aktuellen Schlachtruf im Online-Marketing. War Outlook seiner Zeit damals voraus?

Auch damals gab es schon einige Unternehmensmagazine mit gut gemachtem Content. Das haben wir nicht erfunden. Dass wir uns aber als Messegesellschaft inhaltlich so weit von unserem „Kerngeschäft“ weg gewagt haben und dafür so tief in die Themenwelt der Architekten und Planer eingestiegen sind – das war sicherlich ein Stück Neuland, vor allem in unserer Branche. Nicht zuletzt wegen dieser inhaltlichen Qualität wurde unser Magazin vom Forum Corporate Publishing mit Silber ausgezeichnet. Die Themen sind am Puls der Zeit und die Architekten und Planer immer im Fokus. Zusätzlich lautet unser Markenversprechen: Wenn wir über unsere Messen berichten, dann nur mit zugeschnittenem und relevantem Inhalt für die Outlook-Leserschaft.

Nun gab und gibt es vor allem in Deutschland bereits eine große Bandbreite an Fachperiodika zu Architektur und Bauwesen …

Es war nie unsere Intention, mit diesen in Konkurrenz zu treten – das wäre vermessen gewesen. Wir haben uns inhaltlich ganz bewusst in einer Nische positioniert. Outlook bietet gut recherchierte, fundierte Inhalte, die in einer unterhaltsamen und ästhetischen Art und Weise aufbereitet sind – eher „gehobenes Infotainment“. Dabei stehen die Menschen hinter den Bauwerken im Vordergrund. Von Anfang an haben wir außerdem Randthemen der Baukultur beleuchtet: Künstler, Unternehmer, Medienschaffende, Theoretiker, Sammler, die auf ihre Weise einen Beitrag zur Architektur leisten. Dass wir damit inhaltlich immer wieder einen Nerv getroffen und Qualität geliefert haben, wird uns von den Lesern bestätigt. Outlook ist in Universitätsbibliotheken vertreten, und auch der Bund Deutscher Architekten (BDA) empfiehlt unser Magazin auf seiner Website wegen der „informativen und solide aufbereiteten Inhalte“.

20 Ausgaben in 12 Jahren – das ist eine beachtliche Strecke im Corporate Publishing, wo vielen Medien eine eher kurze Karriere beschieden ist.

Ich denke, das hat vor allem deshalb funktioniert, weil wir das Magazin immer wieder neu erfunden haben. Es gab zwei Redesigns, die übrigens beide Male mit wichtigen Designpreisen gewürdigt wurden. Einmal gab es sogar eine Nominierung für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland. Outlook erscheint heute als Zeitung im handlichen Tabloid-Format und parallel als sogenanntes „Webazine“, also als Online-Zeitschrift. Eng verknüpft mit dem Magazin, das auch Namensgeber war, ist die Outlook Lounge auf der ISH und Light + Building. Diese richtet sich ebenfalls speziell an Architekten und Planer, sie bietet einen Ort zum Networking und ist Treffpunkt für themenspezifische Führungen über die Messe.

Und auch jetzt stehen wieder Veränderungen an?

Ja, innerhalb der letzten Jahre hat sich das Interesse hin zu eher technischen Themen entwickelt. Vernetzte Sicherheitstechnik und Digitalisierung spielen eine immer wichtigere Rolle. Auch die Vernetzung im Gebäude – Stichwort Smart Building – gewinnt an Bedeutung. Damit verändert sich auch die Arbeitsweise der Architekten und Planer. Sie arbeiten über einen langen Zeitraum hinweg Hand in Hand, integrieren neueste technische Systeme – und das meist noch gepaart mit individuellen Lösungen. Mehr denn je wird deutlich, dass Architekten und Planer immer vernetzter arbeiten. Das spiegelt sich auch bei „Outlook“ und dessen Themen wider. Das Magazin hat in seiner jetzigen Form immer noch Relevanz und ist der richtige Weg, um Architekten und Planer anzusprechen. Im Zuge dessen bitten wir in der aktuellen Ausgabe unsere Abonnenten um Feedback. Als Dankeschön erhalten sie Outlook auch weiterhin kostenlos. Bei Empfängern, die sich nicht melden, gehen wir davon aus, dass sie das Magazin nicht länger beziehen möchten.

Vielen Dank für das Gespräch!

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