SPOT | 18 / 2014

Playboy Architektur 1953–1979

playbpy_Designer_03
playbpy_Designer_03

Quelle: Playboy Enterprises International

Natürlich greifen Männer auch heute noch vor allem wegen der fundierten journalistischen Beiträge zum Playboy – zumindest behaupten das manche. Es ist jedoch nicht von der Hand zu weisen, dass das Blatt in den ersten Jahrzehnten seines Erscheinens in kultureller und gesellschaftspolitischer Hinsicht durchaus progressive intellektuelle Positionen vertrat und sich in den 50er bis 70er Jahren in beispielloser Weise auch um die Förderung der Avantgarde in Design und Architektur verdient gemacht hat. So stößt man in den alten Ausgaben immer wieder auf Namen wie Frank Lloyd Wright, Buckminster Fuller, Moshe Safdie oder Charles Eames. Der Playboy leistete dabei aber auch ganz alltagspraktische ästhetische Erziehungsarbeit und prägte eine neue Rolle des Mannes als designaffinem Ästheten, die bis heute ihre Gültigkeit hat. Die Wanderausstellung „Playboy Architektur 1953 – 1979“, kuratiert von der Architekturhistorikerin Beatriz Colomina, beleuchtet dieses Phänomen anhand von Original­ausgaben, Möbeln, Modellen und Video-Clips und ist in komprimier­ter Form noch bis zum 20. April 2014 im Deutschen Architektur-
museum in Frankfurt am Main zu sehen.