MESSE FRANKFURT | 18 / 2014

Zukunft Lebensräume 2014

Bauen und Wohnen im demografischen Wandel

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Parallel zur Light + Building 2014 findet am 2. und 3. April im Congress Center der Messe die erste interdisziplinäre Kongressmesse statt, die sich mit den Auswirkungen des demografischen Wandels auf Bauen, Wohnen sowie Gesundheit beschäftigt und auf der sich 20 Aussteller präsentieren.

Während 1980 ca. 27 % der Gesamtbevölkerung Deutschlands unter 20 Jahren und 16 % über 65 Jahre alt waren, waren es 2013 nur noch 18 % Junge, aber über 21 % Ältere. Je nachdem ob die Geburtenrate steigt oder sinkt, prognostiziert das Statistische Bundesamt bis zum Jahr 2060 eine Zunahme der Über-65-Jährigen auf gut ein Drittel, während der Anteil der Unter-20-Jährigen weiter sinkt. Neben der sinkenden Geburtenrate ist dieser Umstand auch der steigenden Lebenserwartung geschuldet.

Da ältere Menschen möglichst lange selbstständig und in ihren eigenen vier Wänden leben möchten, müssen Wohnungen, Häuser oder auch Senioren-Residenzen Barrierefreiheit und Sicherheit für die Bewohner bieten. Die „Zukunft Lebensräume“ bietet Beteiligten aus der Bau- und Wohnungs-, Immobilien- und Pflegewirtschaft eine Plattform, um sich auszutauschen: Welche Lösungen haben sich bewährt oder werden dringend benötigt? Wo liegen die Chancen für Unternehmen in diesem Wachstumsmarkt? Zu den Themenschwerpunkten „Anpassung von Wohnungen“, „Innovative Wohn- und Lebenskonzepte“, „Stadt- und Quartiersentwicklung“ werden innovative Lösungsansätze präsentiert und diskutiert.

Des Weiteren gibt es Expertenrunden zu rechtlichen Fragen bei der Pflege, aber auch zur Finanzierung von Projekten, zum Marketing und zum Ambient Assisted Living (AAL). Ein Sprecher der AAL-Allianz des Fraunhofer Instituts wird darüber referieren, inwiefern pseudointelligente Systeme das Leben im Alter erleichtern können. Denn Ziel des AAL ist es, mithilfe von elektronischen Systemen altersbedingte oder sonstige Handicaps auszugleichen. Zum Beispiel können Sensoren in Fußböden einen Alarm auslösen, wenn sich eine Person aufgrund eines Sturzes nicht mehr bewegen kann. Neben dem Entwicklungsstand der Technik sind es auch Faktoren wie die Akzeptanz durch die Benutzer oder rechtliche Fragen, die bei einem Einzug in den Alltag bedacht werden müssen.

Fachbesucher der Zukunft Lebensräume 2014 sind Verantwortliche aus den Bereichen der Bau-, Immobilien-, Wohnungs- und Gesundheitswirtschaft, Architekten, Leiter von Pflegeeinrichtungen sowie von Sozialverbänden und Kommunalverwaltungen.

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